Julica in Bondi

Bondi Beach Stories – Lesen & Entdecken

Wale, Surfer, Action

toter WalDie Kunst hatte Pause heute im Beachblogbüro, dafür gab es Action, Profisurfer zum Anfassen und, ok, auch recht kunstvoll modelliert: die Skulptur eines harpunierten Wals am Strand. Der Wind blies onshore, es regnete ein bisschen, aber gut 100 Surfer paddelten trotzdem am Ben Buckler Ende des Strandes raus, um Dave Rastovich willkommen zu heißen.  drsurfDer Profisurfer und sein Team stachen vor gut einem Monat in Byron Bay zu einer epischen Paddeltour in See und folgten mit ihren roten Kajaks den nach Süden wandernden Buckelwalen. Die Idee: dabei gegen deren Gefährdung und Abschlachten zu protestieren. Die Bilder die unterwegs entstanden sind auf der Transparent Sea Seite veröffentlicht, klick lohnt sich, sie gehören zu den beeindruckendsten, die ich in letzter Zeit von auftauchenden Walen gesehen habe (die surfenden Delfine sind auch großartig).
kayak action700 Kilometer weiter südlich landeten Rasta und sein Team also heute Morgen in Bondi, wo wir sie surfend und begleitet von Kamerasirren, Helikoptern und Medienwirbel begrüßten. 24 000 Delfine und 1000 Wale töten allein Japans Walfänger jedes Jahr. Rasta und Team wollten mit ihrer Paddel-Segel-Surf-Kajaktour (selten so geniale Gefährte gesehen) unter anderem Australiens Regierung an ihr Versprechen erinnern, das nicht mehr hinzunehmen. landingAls Surfer for Cetaceans agieren sie auch sonst für den Schutz der Meere. Nebenbei gab Rasta den Medien noch ein paar warme Worte zum Thema Müll im Meer und an Stränden mit auf den Weg. Zwischen Byron Bay und Bondi hatten die Paddler absurde Mengen Plastikflaschen und Tüten im Ozean und an der Küste gesehen. Nicht wirklich überraschend: Hier wird einem nach wie vor an jeder Ladenkasse jeder Schokoriegel in Extraplastik gestopft wenn man nicht aufpasst. 3,9 Milliarden (wow, was für eine Zahl) Tüten schleppen 21 Mio Ozzies pro Jahr nach Hause. Ex-Midnight-Oil-Sänger Peter Garrett, hat zwar mal kurz erwogen, was dagegen zu tun. Passiert ist nix, schade eigentlich, wo er als Umweltminister ja eventuell was zu sagen hätte und 8 von 10 Australiern gegen den Plastikwahn sind… Äh, wie kam ich jetzt noch gleich von den Walen zu den Tüten? Ach ja, genau: das Meer, da (ver)enden sie eben früher oder später alle. Reichlich Zahlengut für einen normalen Donnerstag, ich weiß, in den nächsten Tagen gibt’s dafür wieder einen Blick auf relativ unpolitische Klippenkunst, versprochen.

bb-reporter beim warm up

Beachblogreporter beim warm-up © POH

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am November 5, 2009 von in Am Strand, Tierwelt.

Wie spät …

… ist es eigentlich gerade in Sydney? Die Weltzeituhr gibt Antwort!
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