Julica in Bondi

Bondi Beach Stories – Lesen & Entdecken

Floater & Drifter

Treiben lassen oder seitwärts kraulen? Wie Schwimmer  (aber vor allem auch Mäßig- bis Nicht-Schwimmer) sich am besten lebensverlängernd verhalten, wenn sie in eine Strömung geraten, diskutieren Experten hier unten ja immer wieder gern und kontrovers. Die letzten beiden Tage wurde am Strand von Bondi mal weniger dikutiert, dafür mehr ausprobiert. In prickelnden 16 Grad durften acht lebende Versuchsbojen (eine davon, nimmermüde, BeachBits-Autorin JJ) stundenlang und immer wieder in die Strömungen steigen: Kraulen oder sich treiben, von Wellen rumschubsen und wieder an Land spülen lassen. Unter der Badekappe: wasserdichte GPS-Geräte, die wie wild Daten sammelten und Schwimmrouten, Treibgeschwindigkeiten und sonstige Kurven der Lebendbojen im Wasser aufzeichneten.

Zwischendurch-Experiment: ungiftige Farbe zeigt wie sich das Wasser bewegt

Konkurrenz machten uns Floatern die bunten Drifter (siehe oben): eine Serie poppiger, aber nicht atmender Bojen, ebenfalls ausgestattet mit GPS und wasserfesten Datensammlern. Da sie etwas weniger frostempfindlich waren, torkelten die Geräte deutlich länger in den Fluten herum als wir, und dürften so eine Masse vergleichender Daten über die Bewegungen von Körpern im Wasser liefern.

Surflifesaving Australia unterstützte das Experiment, dass der auch gern „Dr. Rip“ genannte Surfforscher Dr. Rob Brander zusammen mit Studenten von der University of New South Wales ausgetüftelt hatte. Letztere dürfen nun die Daten auswerten und Schlüsse ziehen. Eines der Ergebnisse soll eine möglichst einfach zu kapierende Botschaft an Badende sein: Was tun, wenn rip / Strömung / current das zum Strand zurückschwimmen schwierig macht? Wie eigentlich immer, wenn was in Bondi los ist dabei: sirrende Filmkameras und Herren mit Aufnahmegerät. Diesmal waren es die Kollegen von Channel Nine’s 60 Minutes, die ihre Mikrofone in die Brandung hielten.

Wann der Report über unseren Flutungseinsatz gesendet wird? Keine Ahnung, werde aber Meldung machen, sobald ich’s weiß. Bis dahin: Schön über Sandbänken und zwischen den Flaggen schwimmen, und lieber nicht im rip, sicher ist sicher!

2 Kommentare zu “Floater & Drifter

  1. Peter A. Bruns
    September 11, 2010

    Hallo Julica,
    das ist ein hilfreicher Artikel für mich. Trotz meines Alters schwimme ich manchmal etwas leichtsinnig, und merke plötzlich meine Grenzen, komme ich in einen Sog. Das kann auf Sylt so gefährlich sein wie in Australien. besonders wenn man „kurzatmig“ ist, und sich überschätzt. Der Dr. Rob Brandes hat da wirklich gute Hinweise geliefert. Guter, informativer Artikel.
    In Deinen Blog zu sehen, ist immer wieder erfrischend. And takes me back to old australian times. Fair dinkum.
    Moin, moin und G’donya mate, sagt
    Peter

  2. Pingback: Das Buch zum Strand « JJ's Bondi Beach Bits

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am September 7, 2010 von in Am Strand, Ein Jahr in Australien und getaggt mit , , , .

Wie spät …

… ist es eigentlich gerade in Sydney? Die Weltzeituhr gibt Antwort!
September 2010
M D M D F S S
« Aug   Okt »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Archive

contact

mails erreichen mich via julica.j@gmail.com

©opyright jj

Alle Texte und Fotos auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Einverständnis der Autorin verwendet, nachgedruckt oder veröffentlicht werden.

bondibeachwalk