Julica in Bondi

Bondi Beach Stories – Lesen & Entdecken

Küstenweise Kunst

Zu heiß für viele Worte heute (bei über 30 brodeln meine Tasten schnell) aber für ein paar Snapshots von der Skulpturenausstellung solls grade noch reichen. Der Rahmen von Jane Gillings heißt „provenance“ und hat alle möglichen Australiana im Gold. Don’t miss the Kakadu! 

Tierisch ist auch eine andere meiner Lieblingsskulpturen der diesjährigen Freiluftschau: Ian Swifts „extreme surfing“ – Die Surfmaus reitet den Strahl eines Kopf stehenden Elefanten… Geniales Kunst-Stück, oder?

Am Wochenende sind die Leute auf dem Küstenwanderweg in einer gefühlt endlosen Stopp-and-Go-Schlange an der Kunst vorbeigeschoben. Dazu lief am Südende des Strandes noch der Single-Fin-Classic der Bondi Boardrider. UND es fand in Bondi  ein Nipper-Carnival statt, mit mindestens 1200 Nachwuchslebensrettern zwischen 7 und 12 Jahren aus Bondi, Tama und Bronte (plus ebensoviele stolze Eltern…).

Die silly season hat also begonnen? Ja ich glaube wir sind mitten drin!

Aber kurz zurück zur Kunst, hier noch zwei meiner Favoriten: Links Peter Tilley’s „domestic bliss“. Und unten Margarita Sampsons „the Yearning“. Wonach sich die kleinen gelben, aus recycleten Fahnen genähten „Slugs“ so sehnen, wissen wir nicht genau. Aber die Künstlerin, die auf Norfolk Island lebt, hat mit ihrem Werk eine Einladung gewonnen: Mit der ist sie auch bei der Open Air Kunst 2012 in Cottesloe in WA dabei.
Früh morgens und abends ist es übrigens selten sehr voll auf dem Klippenweg, bis 20. Nov. läuft die Schau noch. Puh, das waren jetzt doch mehr Worte als ich wollte… Adios.

Ein Kommentar zu “Küstenweise Kunst

  1. Peter A. Bruns
    November 8, 2011

    Eine wunderbare Welt Julica aber wie war es:

    Für Menschen, die vor 1945 geboren wurden

    Wir wurden vor der Massensuggestion des Fernsehens, des Penicillins, der Schluckimpfung, der Tiefkühlkost und des Kunststoffes geboren.

    Wir kauften Mehl und Zucker noch in Tüten und Butter wurde lose abgewogen. Geschenke packte man liebevoll selber ein.

    Wir waren schon da, bevor Kreditkarten, Telefax, Email, die Kernspaltung, Laser und Filz-marker und Kugelschreiber zur Verfügung standen.

    Geschirrspüler, Wäschetrockner und Klimaanlagen, Geländewagen, Auslandsreisen gab‘s nur für die Wohlhabenden und der Mensch war noch nicht auf dem Mond gelandet.

    Zuerst wurde geheiratet und dann zusammengelebt. Mit jemandem gehen hieß fast verlobt zu sein, und Treueschwüre oder Trennung erfolgte noch nicht per Handy und SMS, oder Email.

    Wir waren da, bevor es Terrorismusphobien, Hausmänner, Homo-Ehen, die Emanzipation, Pampers, Aussteiger und PC-gesteuerte Internet-Heiratsvermittlung gab.

    Zu unserer Zeit gab es noch keine Gruppentherapie, sondern Nervenärzte, keine „weight wat-chers“ sondern FDH. Keine Sonnenstudios, und das Kindererziehungsjahr für Väter und Zweitwagen – nicht einmal einen Erstwagen, man war reich wenn man ein Fahrrad besaß.

    Wir haben damals keine Musik von der CD, aus dem Internet oder von Onlineradios oder die Symphoniker via Satellit und Earphone gehört. Es gab keine elektronischen Schreibmaschinen, keine Computer und keine Notebooks, keine künstlichen Herzen, Wandernieren als Or-ganspenden oder Männer die Schmuck am Penis trugen.

    Die Worte „Software“ für alles, was man beim Computer nicht anfassen kann und „Non food“ für alles, was man nicht essen und trinken kann, waren noch nicht erfunden.

    Man hatte noch nie etwas von Pizzas, „McDonalds“, Döner und „Coffee to go“ gehört. Wir liefen noch durch die Kriegstrümmer, als man schon wieder für fünf Pfennige Eis, einen Beu-tel Studentenfutter oder Brausepulver und „Kuchenabfall“ kaufen konnte.

    Wir haben Briefe mit sechs Pfennig frankiert und mit fünfzehn Pfennige mit der Straßenbahn von einem Ende der Stadt zum anderen fahren und ohne, laufen oder Schwarzfahren.

    Wir mussten fast alles selber tun, und auszukommen mit dem was wir hatten. Dass der Staat nach „seinem Krieg“ uns kaum versorgen konnte, war klar und wir durchsuchten Mülleimer, klauten Kohlen. Ohne Selbsthilfe wären wir verhungert, verdurstet und erfroren.

    Das aufkommende Wirtschaftswunder, mit Finanzspekulationen und Konsumrausch, unserer Wegwerfgesellschaft haben wir über uns ergehen lassen müssen. Ist es da ein Wunder wenn wir von der heutigen Politiker-Generation nicht so viel erwarten?

    Wir haben alles überlebt und auch diese Zeit. Denn der Statistik zufolge sind wir die gesün-deste Generation. Darum haben wir allen Grund zum Feiern und sind stolz darauf, dass wir das auch noch besser können als die Heutigen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am November 8, 2011 von in Am Strand, Ein Jahr in Australien, Kunst, Tierwelt und getaggt mit , , , .

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